WASA-NGI Workshop Reihe

Workshop on Architectures, Services, and Applications for the Next Generation Internet (WASA-NGI)

AKTUELLER WORKSHOP

Second Workshop on Architectures, Services, and Applications for the Next Generation Internet (WASA-NGI)

HINTERGRUND

Durch eine immer schneller wechselnde Anwendungslandschaft steht die heutige Internetinfrastruktur vor neuen Herausforderungen. Neue Web2.0-Anwendungen wie soziale Netzwerke erlauben es den Benutzern sowohl im Geschäftsumfeld als auch im privaten Bereich umfassend miteinander zu kommunizieren und zu interagieren. Die Integration von Sensoren und RFIDs in Objekte des täglichen Lebens ermöglicht dabei eine intelligente Vernetzung von Objekten der realen Welt untereinander in milliardenfachem Umfang — das Internet der Dinge. Obwohl solche Anwendungen den Trend zu einem Internet der nächsten Generation — dem "Next Generation Internet" — fördern, wirft der Übergang von heutigen Techniken zu künftigen Lösungen viele wichtige Fragen auf, die für Industrie und Forschung gleichermaßen wichtig sind.

Einerseits benötigen neue Anwendungen die Bereitstellung bestimmter ins Netzwerk eingebundener Kommunikationsdienste, wie beispielsweise Publish/Subscribe oder Gruppenkommunikation. Im besten Fall sollten diese Dienste zudem nicht-funktionale Anforderungen der Benutzer erfüllen, darunter beispielsweise Sicherheitsaspekte oder Quality of Service.

Andererseits generieren neuartige Internetanwendungen eine riesige Menge an Daten. So benötigen Web2.0-Anwendungen etwa die Übertragung von reichhaltigen Multimediainhalten, während Anwendungen, die auf dem Internet der Dinge aufbauen, die Verarbeitung von weltweit gesammelten Sensordaten benötigen.

Da sich die Mobilität der Nutzer und Geräte durch neue Möglichkeiten des Netzzugangs wie LTE und WiMax weiter erhöht, wird die Migration von Diensten und Daten notwendig. Die bevorstehende Ausschöpfung des IPv4-Adressraums und die Einführung von IPv6 erhöhen die Protokollheterogenität für die genannten Szenarien und erschweren damit die Konnektivität solcher Anwendungen.

Jüngste Entwicklungen in der Netzvirtualisierung und selbst-konfigurierende Service Overlays ermöglichen viel-versprechende Lösungen um das Internet für diese Anforderungen anzupassen. Trotz des rasanten Fortschritts in beiden Gebieten werden sie in echten Systemen kaum eingesetzt. Um die Lücke zwischen konzeptueller Arbeit und tatsächlicher Umsetzung zu schließen, müssen Herausforderungen und Anforderungen aus der Sicht der Anwendung betrachtet und aufgegriffen werden.

ORGANISATION

Der Workshop wird organisiert vom SpoVNet-Projekt (Spontane virtuelle Netze), das von der Baden-Württemberg-Stiftung getragen wird. Das Programm besteht aus Präsentationen sowohl von Vertretern der Wirtschaft als auch von Wissenschaftlern, die Erfahrungen auf dem Gebiet des Next Generation Internet besitzen.
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